Verputzen

Version vom 27. November 2020, 17:38 Uhr von Permondes (Diskussion | Beiträge) (Neu)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Hier werden nur einige Erfahrungen zum Wände Verputzen aufgelistet. Dieses Handwerk hat berechtigterweise eine Ausbildungszeit von 3 Jahren. Mit etwas Flexibilität was das Ergebnis angeht, kann man aber einen Engpass bei der Verfügbarkeit von Profis überbrücken.

Einige Baumärkte bieten im Internet Videos an, die sehr hilfreich sein können.


Schwierigkeit: schwer
Sie benötigen: Maurerwerkzeug

Einführung

Es gibt 4 verschiedene Typen von Putz:

  1. Kalkzementputz: universell einsetzbar, auch außen und in Feuchträumen
  2. Zementputz: für Wände mit sehr hoher Feuchtigkeitsbelastung, Sockelflächen, Feuchträume
  3. Gipsputz: für innen
  4. Edel- / Dekorputz

Dazu gibt es Unter- und Oberputz. Dekorputz ist natürlich ein Oberputz. Einige Typen von zum Beispiel Kalkzementputz sind für beide Typen geeignet. Meine Erfahrung damit ist jedoch, dass dies ein Kompromiss ist, den man für Nutzräume eingehen kann, für ein Wohnzimmer aber erwarte ich dass ein Oberputz feinkörniger ist und sich eine glatte Fläche besser erstellen lässt.

Oberputz

Um eine ebene Oberfläche zu erreichen sollte man Putzprofilleisten einsetzen, die ein konstante Höhe von 12 - 15 mm garantieren.

Dekoputz ist zum Beispiel Münchner Rauputz. Dieser enthält zum Beispiel 2 mm dicke Steine die beim Verstreichen eine Struktur in den Putz ziehen. Der Münchner Rau muss deshalb auch nur in einer Dicke von 2 mm aufgetragen werden.

Verputzen

  1. Grundieren
    Stark saugende Wände wie Ziegelmauern großzügig mit Wasser vornässen, um zu verhindern, dass die Wand den Wasseranteil des Putzmörtels frühzeitig aufnimmt. Untergründe wie Beton, Trockenbauplatten oder Altputze mit einer Grundierung vorbehandeln. Die Grundierung gut in die Wand einziehen und komplett austrocknen lassen.
  2. Putz anrühren
    Den Putz mit klarem, sauberem Wasser anrühren. Je nach Anwendung kann es vorteilhaft sein, ihn dünnflüssiger (Ausgleich feiner Strukturen) oder dickflüssiger (für Spritzwurf) zu gestalten.
  3. Putzschicht auftragen
    1. Unterputz
      Er soll Unebenheiten auf der Wand ausbessern. Am besten mit dem Spritzbewurf auftragen. Dazu mit der Kelle den Putz aufnehmen und mit einer geschwungenen Armbewegung gefühlvoll an die Wand werfen. Badmintonspieler können hier ihre Rückhand trainieren.
      Sind 2 bis 3 m² Putz an der Wand angebracht, diesen mit der Glättekelle nicht zu glatt streichen. Die Stärke der ersten Putzschicht sollte bei etwa 1 cm liegen. Je nach Tiefe schauen die Putzprofile noch unter dem Putz hervor.
      Ist die Wand komplett verputzt, den Mörtel einige Stunden nach Verpackungsangabe trocknen lassen.
    2. Oberputz
      Nach Ablauf der Trockenzeit die erste Putzschicht erneut befeuchten. Die zweite Putzschicht direkt mit der Glättekelle auftragen. Die Wand auf diese Weise abschnittsweise vollständig verputzen. Die Dicke der zweiten Putzschicht richtet sich nach den Putzprofilen, sollte zehn Millimeter aber nicht überschreiten.
  4. Glätten
    Die Wand mit einem Abziehbrett glätten. Das Abziehwerkzeug dabei gleichmäßig über die Profile in Zick-Zack-Bewegung von unten nach oben ziehen. Nach einigen Stunden (Herstellerangabe beachten) ist die äußere Schicht sichtbar abgetrocknet.
    Mit einer Reibkelle können Unebenheiten ausgeglichen werden.